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LUTHERISCHE MESSE

Die St. Anschar Gemeinde feiert ihre Gottesdienste als ‚Lutherische Messe’, die sich in unserer evangelischen Kirche zunehmender Beliebtheit erfreut. Einige Nachbargemeinden, aber auch viele Hauptkirchen unserer Stadt haben diese Gottesdienstform entdeckt. Was zeichnet sie aus? Es ist vor allem die sonntägliche Feier des Abendmahls. Und viel liturgischer Gesang, der in der Gregorianik wurzelt. Auch Martin Luther schätzte diese feierliche Form des Gottesdienstes. Für ihn war die Feier des Abendmahls an jedem Sonn- und Feiertag (in jeder ‚Messe’) unverzichtbar. Wie anders sollte man auch die Einladung Jesu verstehen: „Das tut zu meinem Gedächtnis.” Wir können diese Vergegenwärtigung Jesu ja gar nicht oft genug begehen. Sie ist so elementar wie regelmäßiges Essen und Trinken. Und - wir feiern das Mahl mit Wein. Weil zu einer feierlichen Feier eben auch Wein gehört und viel Musik.

St. Anschar entschied sich schon vor Jahrzehnten für die Lutherische Messe, auch wegen ihrer Sinnlichkeit. Der Gottesdienst ist ja nicht nur etwas für Kopf und Verstand, in ihm soll der Mensch nicht nur hören und denken, Sitzen und verharren, sondern sich bewegen, er soll empfangen, essen und trinken, kauen, und schlucken, sehen und schmecken. Die Lutherische Messe bringt damit zum Ausdruck, dass Gott den Menschen mit Leib und Seele, mit Haut und Haaren schuf.

Beides soll im Gottesdienst zu seinem Recht kommen. Weil die Leib-Sorge zu guter Seel-Sorge gehört, darf auch das Sinnliche im Gottesdienst nicht fehlen. Darum singen wir viel, pflegen die Musik, erfreuen uns an liturgischen Farben, der Pastor trägt bei uns weiß (die Farbe der Auferstehung), wir legen Wert auf Schönheit des Gotteshauses, gute Formen und schöne Blumen auf dem Altar.

Freilich, über den Gottesdienst zu reflektieren hat eben so viel Charme wie die Analyse eines Gedichtes. Das Reflektieren und Erklären nimmt alle Poeisie und verhindert das Erleben. So will auch der Gottesdienst vor allem gefeiert, gefühlt, begangen, manchmal vielleicht durchlitten und durchdöst, aber eben doch erlebt und entdeckt werden. Dabei wird einen niemals alles gefallen und ansprechen. Es ist wie mit einem Gedicht: nicht jede Zeile rührt an, nicht jeder Gedanke öffnet das Herz. Man hangelt sich vielmehr von Zeile zu Zeile, lässt manches ins Herz und schließt anderes aus.

Immer wieder kommt uns bei der Feier des Gottesdienstes die Erkenntnis, dass er voller Geheimnis ist. Man kann ihn nicht wirklich ‚verstehen’ und erklären, so wenig wir Gott verstehen und erklären können. Willkommen in diesem Mysterium!

Abendmahlsgeschirr

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